Gesichtserkennung für Smartphones – Apple erhält neues Patent
Im Dezember letzten Jahres erhielt Apple in den USA endlich das Patent, worauf es schon seit 2008 wartet – Das Patent zur „Gerätesteuerung durch Gesichtswahrnehmung und-Erkennung“. Diese vielversprechende technische Innovation soll zukünftig bei der Nutzung von Smartphones eine höhere Datensicherheit ermöglichen und vor dem Eingriff unbefugter Personen schützen. Der Erhalt des Patentes lässt vermuten, dass Apple die Technologie der Gesichtserkennung für das sichere Entsperren von Smartphones möglicherweise im kommenden iPhone 6 umsetzen will. Doch wie soll das neue Feature funktionieren und bringt es auch die Sicherheit, die es verspricht?

Effizienterer Datenschutz durch innovative Gesichtserkennung
Smartphones sind heutzutage unsere ständigen Begleiter und erfreuen sich mit jeder Neuheit sehr hoher Beliebtheit unter den Anwendern. Mit seinem neusten Produkt, dem iPhone 5S erreichte Apple in den ersten Tagen einen Verkaufsrekord und verkauft auch heute noch unzählige der innovativen Exemplare. Schon mit dem iPhone 5S (siehe hier) haben Anwender die Möglichkeit, ihr Smartphone mithilfe eines Fingerabdrucksensors und dem klassischen Entsperrcode vor fremdem Eingriff zu schützen. Nun soll möglicherweise zusätzlich die Gesichtserkennung der Identifikation des rechtmäßigen Nutzers dienen. Dabei soll die Innenkamera des Smartphones das erfasste Gesicht mit einer zuvor festgelegten Bilddatei des Besitzers auf Oberflächenstruktur, Größe und Form abgleichen und erst dann den Zugang gewähren. Das Entgegennehmen einkommender Anrufe oder Nachrichten sowie der Zugriff auf bestimmte Programme und Daten wären also erst nach einem erfolgreichen Gesichtsabgleich möglich.

Technischer Meilenstein oder gewagtes Unternehmen?
Sollte die fortschrittliche Gesichtserkennung als Feature des kommenden iPhone 6 erscheinen, stellt sich dennoch die Frage, ob dieser Kontrollmechanismus überhaupt dazu geeignet ist, Smartphones ausreichend zu schützen. Immerhin kann der Gesichtsabgleich nur erfolgen, wenn alle Faktoren stimmen. In allen anderen Fällen könnte schließlich jeder, der eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Smartphonebesitzer hat, möglicherweise auch der Zugriff gewährt werden. Noch ist offen wie Apple sicherstellen will, dass die Gesichtserkennung auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder leichtem verändertem Aussehen des Besitzers durch einen Bart oder Ähnliches zuverlässig arbeitet. Es ist anzunehmen, dass es alternative Mechanismen zur Entsperrung des iPhones geben wird, um die Balance zwischen Komfort und Sicherheit zu gewährleisten.

Beitrag von Gastauthor: Jan Unger
Informationen zum Autor:

Jan Unger, Jahrgang 1984, ist als Mitarbeiter in der Redaktion von Mobildiscounter.de tätig. Seine Arbeit stützt sich vorrangig auf News und Recherchen rund um die Mobilfunkbranche. Sein vielseitiges Interesse gilt vor allem den Betriebssystemen iOS und Android. Daneben beschäftigt er sich mit Apps.