der Weltweite ausgeführte Cyberangriff hat mal wieder zigtausende Computer lahmgelegt. In England war sogar jedes 5. Krankenhaus von der Attake betroffen.

In Deutschland sind neben unzähligen Computersystemen auch die Bahn und Krankenhäuser betroffen. Mit der Schadsoftware „WannaCry“, die sich stündlich millionenfach im Netz verreitet, konnten die Cybergangster mal wieder einen Erpresser Trojaner in Umlauf bringen.

F-Secure und Sicherheitsexperten von TrendMicro sprechen sogar vom „größten Ransomware-Ausbruch der Geschichte“. In über hundert verschiedenen Ländern hat die Ransomware zugeschalgen und das schädliche Programm installiert. Warum auch nicht, scheinbar hat das mit dem Locky Virus doch auch ganz gut geklappt.

Die Cyber Kriminellen haben hier auf eine Sicherheitslücke im Betriebssystem Windows gesetzt und mit dem schadhaften Code „WannaCry“ sämtliche Daten auf dem PC verschlüsselt um diese gegen eine Zahlung eines Lösegeldes wieder „frei“ zu lassen. Das Lösegeld beträgt zwischen 300 und 600 USD.

Das traurige daran ist aber eher, dass die Kriminellen genau die Schwachstelle ausgenutzt haben, die der amerikanische Geheimdienst NSA für seine Überwachung als Hintertür, eingebaut hatten. Unbekannte Hacker hatten bereits vor Monaten schon die Schwachstelle veröffentlicht.
Microsoft hatte diese „Sicherheitslücke“ bereits mit dem Update im März gefixt, deshalb waren nur Systeme betroffen, wo die Updates noch nicht eingespielt waren. Insbesodere Windows XP Rechner hatten es besonders schwer, da Sie schon seit längeren keine Sicherupdates mehr geliefert bekommen.

Hingegen war die akteuelle Windows 10 Version von der Attake nicht betroffen, da laufen die Updates ja auch vollautomatisch.

Zu den Opfern der Cyber-Attacken zählen unter anderem

In Deutschland:
viele Computer der Deutschen Bahn sind von dem Angriff betroffen. z.B. Anzeigetafeln und Fahrkartenautomaten, teilte ein Sprecher mit. Der Zugverkehr rolle aber weiter.
Großbritannien:
Die Schadsoftware hat in mehreren Krankenhäusern die Computer blockiert. Fast jedes Fünfte war von dem Angriff betrffen. Die Bevölkerung wurde gebeten, wirklich nur im Notfall zu kommen, einige Patienten mussten sogar verlegt werden.
Russland:
Das Innenministerium hat zugegeben, dass es angegriffen worden sei. Es sind rund 1000 Computer betroffen. Allerdings seien keine Daten verloren gegangen – inzwischen habe man die Attacke im Griff und gehe zum Tagesgeschäft über.
USA:
Der US-Logistikriese FedEx entschuldigte sich bei Kunden für Ausfälle durch den Angriff enstanaden sind.
Spanien:
Die spanische Telefónica bestätigte einen „Cybersicherheitsvorfall“, allerdings sein Ihr Service davon jedoch nicht beeinträchtigt worden sein.
Portugal:
Der Telekom-Konzern Portugal Telecom (PT) riet den Mitarbeitern, alle Windows-Rechner herunterzufahren.
In Schweden:
70 Computer der Gemeinde Timrå waren betroffen, wie es auf der Webseite der Verwaltung hieß. Die Monitore der Mitarbeiter seien erst blau, dann schwarz geworden. Auch der Stahlkonzern Sandvik wurde nach eigenen Angaben angegriffen. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich noch viel höher
Frankreich:
Der Autobauer Renault stoppte wegen der Angriffe die Produktion in einigen Werken, um eine Ausbreitung der Schadsoftware zu verhindern.
In Taiwan ist der kleine Inselstaat südlich von China, dieser scheint als einer der Hauptziele der Hacker – genauso wie die Ukraine wohl im Fokus der Cybergangster stand.

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